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Wunschliste fürs Baby: Was zur Geburt und Babyparty passt

Alltagshelfer · 7 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 01.11.2026 · Fakten geprüft am 01.11.2026 (5 Quellen)

Auf eine Wunschliste fürs Baby gehören vor allem Dinge, die ihr in den ersten Wochen sicher braucht und die teuer oder groß sind: Schlafsack, Babyschale fürs Auto, Wickelauflage, Kleidung in mehreren Größen. Dazu kommen Dinge, die euch als Eltern entlasten, etwa gekochtes Essen oder eine Stunde Babysitten. Leg die Liste ein paar Wochen vor der Geburt oder vor der Babyparty an und lass Gäste reservieren, damit nichts dreimal kommt.

Hier findest du eine Liste nach Bereichen, die Regeln für sicheren Babyschlaf, die bei Geschenken oft übersehen werden, und Formulierungen für die Einladung zur Babyparty.

Wann und für wen die Liste?

Viele legen die Liste an, wenn sie zur Babyparty einladen oder wenn Familie und Freunde anfangen zu fragen. Das ist meist einige Wochen vor dem Geburtstermin. Wer keine Babyparty feiert, kann dieselbe Liste nach der Geburt für Besuche nutzen.

Überlegt vorher zu zweit, was ihr schon habt, was ihr gebraucht übernehmt und was ihr selbst kaufen wollt. Gerade bei großen Dingen wie Kinderwagen oder Bett haben viele Eltern genaue Vorstellungen. Die Liste ist dann für alles andere da.

Die Babyliste nach Bereichen

BereichGut auf der ListeHinweis
SchlafenBabyschlafsäcke in zwei Größen, Spannbettlaken, feste Matratze passend zum BettKein Kissen, Nestchen oder Fell, siehe unten
UnterwegsBabyschale fürs Auto, Tragetuch oder Trage, WickeltascheBabyschale ist ab der Heimfahrt aus der Klinik nötig
WickelnWickelauflage, Bezüge, Windeln in verschiedenen Größen, WaschlappenWindeln lieber in mehreren Größen wünschen
KleidungBodys, Strampler, Mützen, Socken, eine warme Ausgehjacke je nach JahreszeitGrößere Größen nicht vergessen, Babys wachsen schnell heraus
Baden und PflegeBadewanne oder Badeeimer, Kapuzenhandtücher, FieberthermometerPflegeprodukte lieber selbst wählen
FütternSpucktücher, Lätzchen, je nach Plan Stillkissen oder FläschchenHängt vom Stillen ab, lieber offen formulieren
SpäterGreifspielzeug, Stoffbücher, SpielbogenAuf Altersangabe und Kleinteile achten
Für die ElternEssen vorkochen, Einkauf, eine Stunde Babysitten, Wäsche faltenWird oft am meisten geschätzt

Beschreibt jeden Wunsch so genau wie möglich: Größe, Farbe, für welches Bett, ob gebraucht in Ordnung ist. Allgemeine Tipps zum Beschreiben und Teilen findest du im Artikel Wunschliste erstellen und teilen.

Sicherer Babyschlaf: was nicht auf die Liste gehört

Rund ums Babybett gibt es viele hübsche Geschenke, die Fachleute für das erste Lebensjahr nicht empfehlen. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit fasst auf kindergesundheit-info.de zusammen:

  • Schlafsack statt Decke. Im Schlafsack kann das Baby nicht unter eine Decke rutschen und sich nicht freistrampeln. Der Halsausschnitt sollte nicht größer sein als der Kopf, damit das Kind nicht hineinrutscht. Der Schlafsack sollte nicht zu breit sein.
  • Die richtige Länge: Körpergröße minus Kopflänge plus 10 bis 15 Zentimeter zum Wachsen und Strampeln. Deshalb lohnt es sich, Schlafsäcke in zwei Größen zu wünschen.
  • Kein Kissen in den ersten zwölf Monaten. Später ist ein ganz flaches Kissen möglich, in das der Kopf nicht einsinkt.
  • Keine Nestchen, Schaffelle oder Bettumrandungen. Sie können zu Überwärmung oder einem gefährlichen Atemrückstau führen. Auch Heizkissen und Wärmflaschen gehören nicht ins Babybett.
  • Feste, flache Matratze. Sie sollte nicht dicker als zehn Zentimeter sein, eher fest, und gut ins Bett passen. Wer ein gebrauchtes Bett übernimmt, kauft die Matratze am besten neu.

Die Quelle nennt außerdem eine Raumtemperatur von 18 Grad zum Schlafen und rät, das Babybett im ersten Jahr im Elternschlafzimmer aufzustellen. Für die Liste heißt das: Ein Zimmerthermometer ist ein kleiner, nützlicher Wunsch. Wenn jemand ein Nestchen oder ein Fell schenken möchte, darf man freundlich sagen, dass ihr euch an die Schlafempfehlungen haltet. Ein Satz auf der Liste wie „Bitte keine Kissen und Nestchen, wir halten uns an die Schlafempfehlungen“ erspart allen die Situation.

Babyschale und Fahrt nach Hause

Die Babyschale fürs Auto gehört zu den Dingen, die am ersten Tag da sein müssen. Die Krankenkasse DAK nennt sie in ihrer Packliste für die Klinik ausdrücklich für die sichere Fahrt nach Hause. Die Straßenverkehrs-Ordnung schreibt vor, dass Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 Zentimeter sind, in Autos auf Sitzen mit Gurtpflicht nur in einer geeigneten Rückhalteeinrichtung mitfahren dürfen.

Weil die Babyschale zum Auto passen muss, wünschen sich viele Eltern hier lieber einen Beitrag oder suchen sie selbst aus. Auf der Liste kann dann stehen: „Babyschale: Wir suchen selbst aus, Beiträge sind willkommen.“ Was sonst noch in die Tasche für die Geburt gehört, steht in der Packliste für die Kliniktasche.

Spielzeug für später

Rasseln, Stoffbücher und Greifspielzeug werden gern geschenkt, obwohl das Baby sie erst nach einigen Wochen oder Monaten nutzt. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder rät:

  • Spielzeug, das kleiner als ein Tischtennisball ist, eignet sich nicht für Kinder unter drei Jahren.
  • Bei Babys und Kleinkindern kein Spielzeug, bei dem sich etwas wegklappen lässt, sonst können Finger eingeklemmt werden.
  • Augen oder Knöpfe dürfen sich nicht lösen, Holz sollte glatt verarbeitet sein.
  • Rasseln und Instrumente, die dir selbst zu laut vorkommen, lieber nicht kaufen.
  • Kuscheltiere, die stark duften, meiden, weil Duftstoffe Allergien auslösen können.

Wünsche für die Eltern

In den ersten Wochen nach der Geburt fehlt vor allem Zeit. Deshalb kommen Wünsche, die Arbeit abnehmen, oft besser an als das fünfte Kuscheltier. Ideen für die Liste:

  • Eine Mahlzeit vorkochen und vorbeibringen, gern eingefroren
  • Einen Wocheneinkauf erledigen
  • Mit dem großen Geschwisterkind einen Nachmittag auf den Spielplatz gehen
  • Wäsche waschen, falten oder bügeln
  • Zwei Stunden aufs Baby aufpassen, wenn es soweit ist

Solche Wünsche lassen sich genauso reservieren wie Dinge. Wer „Lasagne in der zweiten Woche“ einträgt, weiß, wofür er sich gemeldet hat.

Doppelte Geschenke und Umtausch

Bei Babysachen kommt besonders viel doppelt, weil alle an dieselben Dinge denken. Dann hilft es zu wissen, dass es für einwandfreie Ware aus dem Laden kein gesetzliches Umtauschrecht gibt. Viele Händler tauschen aber aus Kulanz gegen den Kassenbon um, das teilt das Verbraucherschutzministerium Baden-Württemberg mit. Bei Online-Käufen gilt grundsätzlich ein Widerrufsrecht von 14 Tagen, ausgenommen sind etwa Produkte nach Kundenwunsch wie eine bestickte Decke mit Namen. Ein Satz auf der Liste wie „Bitte Kassenbon beilegen, falls etwas doppelt kommt“ ist unter Freunden völlig in Ordnung. Das ist eine allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Die Liste teilen

Eine geteilte Liste, auf der Gäste reservieren, verhindert die meisten Doppelungen. Wenn ihr dafür kein Konto anlegen wollt: Mit der Wunschliste zum Teilen legt ihr die Liste kostenlos und ohne Anmeldung an, schickt den Link herum, und Gäste tippen bei einem Wunsch auf „Ich besorge das“. Ihr seht nicht, wer was besorgt, und stellt selbst ein, ob ihr nur „reserviert“ oder gar nichts seht. Gäste tragen nur einen Vornamen ein, Links zu Shops gibt es nicht, und nach der Laufzeit werden die Daten automatisch gelöscht.

Vorlagen für die Einladung zur Babyparty

„Wir freuen uns riesig, mit euch zu feiern. Geschenke sind kein Muss. Falls ihr trotzdem etwas mitbringen möchtet, haben wir hier eine Liste mit Ideen angelegt. Tragt einfach ein, was ihr besorgt, dann kommt nichts doppelt.“

„Viele haben gefragt, was wir noch brauchen. Hier ist unsere Liste. Besonders freuen wir uns über die Punkte ganz unten: Essen vorkochen oder einen Nachmittag mit unserer Großen. Bitte keine Kissen und Nestchen, wir halten uns an die Schlafempfehlungen.“

Nach der Geburt

„Danke für alle lieben Nachrichten! Wer uns besuchen möchte und fragt, was wir brauchen: Hier ist unsere Liste. Am meisten helfen uns gerade Mahlzeiten und Einkäufe.“

Häufige Fragen

Was gehört auf eine Wunschliste fürs Baby?

Dinge, die ihr sicher braucht und noch nicht habt: Schlafsäcke, Wickelauflage, Kleidung in mehreren Größen, Spucktücher, eventuell ein Beitrag zur Babyschale. Dazu Entlastung für die Eltern wie vorgekochte Mahlzeiten oder Hilfe im Haushalt.

Wann sollte man die Baby-Wunschliste verschicken?

Meist mit der Einladung zur Babyparty oder wenn Familie und Freunde nach Ideen fragen. Die gleiche Liste lässt sich nach der Geburt für Besuche weiter nutzen.

Warum keine Decke und kein Kissen fürs Neugeborene?

Fachleute empfehlen im ersten Lebensjahr einen Schlafsack statt einer Decke und kein Kissen, Nestchen oder Fell im Bett. So kann das Baby nicht unter eine Decke rutschen, und das Risiko für Überwärmung und Atemrückstau sinkt.

Ist es in Ordnung, um gebrauchte Sachen zu bitten?

Ja, bei Kleidung, Spielzeug oder einem Bett ist das üblich. Schreibt dazu, wenn gebraucht willkommen ist. Bei einem gebrauchten Bett empfiehlt kindergesundheit-info.de, die Matratze neu zu kaufen.

Quellen

  1. Sicheres Schlafen: Schlafumgebung im ersten Lebensjahr, kindergesundheit-info.de, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
  2. Kliniktasche zur Geburt packen: Checkliste für werdende Eltern, DAK-Gesundheit, aktualisiert 01.10.2026
  3. § 21 StVO: Personenbeförderung, Straßenverkehrs-Ordnung, Wortlaut über dejure.org
  4. 10 Tipps zum Kauf von Spielzeug, Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V.
  5. Verbrauchertipps zu Reklamation und Umtausch nach dem Weihnachtsfest, Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, 29.12.2025

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