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Plätzchen aufbewahren: So bleiben sie frisch und knusprig

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Weihnachten mit Kindern · 6 min read · Updated on 2 Nov 2026 · Facts checked on 29 Oct 2026 (4 sources)

Plätzchen bewahrst du am besten vollständig ausgekühlt, nach Sorten getrennt und in gut schließenden Dosen an einem kühlen, trockenen Ort auf. Knusprige und weiche Sorten gehören nie in dieselbe Dose, sonst werden die knusprigen weich. Plätzchen mit Creme oder frischer Füllung kommen in den Kühlschrank und werden bald gegessen. Trockene Sorten lassen sich außerdem gut einfrieren.

Die drei Grundregeln

1. Erst ganz auskühlen lassen

Warme Plätzchen geben Dampf ab. Kommen sie zu früh in die Dose, schlägt sich die Feuchtigkeit nieder, und aus knusprigem Gebäck wird weiches, im schlimmsten Fall schimmelt es. Lass die Plätzchen auf einem Gitter liegen, bis sie auch in der Mitte kalt sind. Verzierte Plätzchen brauchen zusätzlich Zeit, bis der Guss durchgetrocknet ist, am besten über Nacht.

2. Jede Sorte in ihre eigene Dose

Plätzchen tauschen Feuchtigkeit und Geruch aus. Weiche Sorten wie Lebkuchen oder Makronen geben Feuchtigkeit an knusprige Butterplätzchen ab. Stark gewürzte Sorten mit Anis oder Nelken färben im Geschmack auf milde Sorten ab. Wenn du nur wenige Dosen hast, trenne die Lagen wenigstens mit Backpapier und packe ähnliche Sorten zusammen.

3. Kühl, trocken, dunkel

Ein unbeheizter Flur, die Speisekammer oder ein Schrank an der Außenwand sind besser als die Küche, in der gekocht wird. Neben der Heizung oder auf dem Kühlschrank wird es zu warm, Butter im Gebäck schmeckt dann schneller alt.

Welche Dose für welche Sorte?

SorteBeispieleSo lagern
Knusprig und trockenButterplätzchen, Spritzgebäck, Vanillekipferl, HaferplätzchenDose mit dicht schließendem Deckel, kühl und trocken
Weich und feuchtLebkuchen, Makronen, Zimtsterneeigene Dose, eventuell ein Stück Apfel dazulegen (siehe unten)
Mit SchokoladeSchokoladenrand, Schokogusskühl, aber nicht im Kühlschrank, sonst wird die Schokolade grau
Mit MarmeladeSpitzbuben, Linzer Augeneigene Dose, Lagen mit Backpapier trennen, Marmelade macht den Teig mit der Zeit weich
Mit Creme, Sahne oder Frischkäsegefüllte Doppelkekse mit ButtercremeKühlschrank, in den nächsten Tagen essen

Metalldosen schützen gut vor Licht und Druck, schließen aber nicht immer dicht. Gläser mit Gummiring oder Kunststoffdosen mit Dichtung halten Feuchtigkeit besser draußen. Für knusprige Sorten ist das ideal, für Lebkuchen kann eine nicht ganz dichte Metalldose sogar passend sein, wenn ein Apfelstück darin liegt.

Warum gefüllte Plätzchen in den Kühlschrank gehören

Füllungen mit Creme, Sahne oder rohem Ei sind ein anderes Lebensmittel als ein trockenes Plätzchen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beschreibt, dass sich Salmonellen zwischen etwa 7 und 45 °C vermehren, und rät, Eier bei höchstens 7 °C im Kühlschrank aufzubewahren. Plätzchen mit einer Füllung aus Ei oder Milchprodukten lagerst du daher genauso: gekühlt und nur für kurze Zeit. Riecht oder sieht etwas ungewohnt aus, wird es weggeworfen.

Wie lange halten Plätzchen?

Eine feste Frist gibt es für selbst gebackene Plätzchen nicht, weil sie von Zutaten, Backgrad und Lagerung abhängt. Als Faustregel gilt: Je trockener und je weniger gefüllt eine Sorte ist, desto länger bleibt sie gut. Trockene Butterplätzchen und Spritzgebäck halten in einer dichten Dose deutlich länger als Plätzchen mit Marmelade, und die wiederum länger als Sorten mit Creme. Lebkuchen werden durch das Lagern oft sogar weicher und runder im Geschmack.

Prüfe ältere Plätzchen vor dem Essen mit Augen und Nase. Schimmel, ein ranziger, ölig-bitterer Geruch oder eine schmierige Oberfläche bedeuten: wegwerfen. Bei Schimmel an einem Plätzchen ist die ganze Dose betroffen.

Eine Sache verändert sich beim Lagern übrigens nicht: Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Acrylamid in gelagerten Plätzchen über Monate stabil bleibt. Wer weniger davon möchte, muss schon beim Backen ansetzen, also hell backen und 190 °C Ober- und Unterhitze oder 170 °C Umluft nicht überschreiten.

Weich gewordene und hart gewordene Plätzchen retten

Knusprige Plätzchen sind weich geworden

Leg sie für fünf bis acht Minuten bei etwa 150 °C auf ein Blech mit Backpapier. Die Feuchtigkeit entweicht, beim Abkühlen werden sie wieder knusprig. Das klappt bei Butterplätzchen und Spritzgebäck, nicht bei Sorten mit Schokolade oder Guss.

Lebkuchen oder Makronen sind hart geworden

Ein Stück Apfel in der Dose gibt Feuchtigkeit ab. Leg es auf ein Stück Backpapier, damit die Plätzchen nicht direkt nass werden, und tausche es alle zwei Tage aus, bevor es zu schimmeln beginnt. Nach ein bis zwei Tagen sind die Plätzchen spürbar weicher.

Plätzchen einfrieren

Trockene, ungefüllte Plätzchen ohne Guss lassen sich gut einfrieren. So kannst du schon im November backen, ohne dass die Dose bis Weihnachten leer gegessen ist. Die Verbraucherzentrale NRW nennt für das Einfrieren diese Grundregeln: Gefrierfach konstant auf minus 18 °C oder kälter, luftdichte Behälter oder Gefrierbeutel, damit nichts austrocknet und kein Gefrierbrand entsteht, und alles mit dem Einfrierdatum beschriften.

  1. Plätzchen vollständig auskühlen lassen.
  2. In eine flache, dicht schließende Dose schichten, Lagen mit Backpapier trennen.
  3. Datum und Sorte auf den Deckel schreiben.
  4. Zum Auftauen die geschlossene Dose bei Zimmertemperatur stehen lassen und erst öffnen, wenn sie nicht mehr kalt ist. So sammelt sich kein Kondenswasser auf den Plätzchen.

Plätzchen mit Zuckerguss, Schokolade oder Füllung friert man besser nicht ein, weil Guss und Schokolade beim Auftauen fleckig werden können. Verziere lieber erst nach dem Auftauen.

Wer viel Butter für die Weihnachtsbäckerei kauft, kann auch die einfrieren. Laut Verbraucherzentrale NRW bleibt gut verpackte Butter bei minus 18 °C sechs bis neun Monate gut und taut bei Raumtemperatur in drei bis vier Stunden auf.

Plätzchen verschenken und verschicken

Für Geschenke eignen sich vor allem knusprige, trockene Sorten. Sie halten den Transport aus und bleiben auch nach ein paar Tagen gut. Verpacke sie in einer festen Dose oder einem Glas, polstere die Lücken mit Backpapier und schreibe dazu, welche Sorten drin sind. Das hilft Menschen mit Allergien, etwa gegen Nüsse.

Ein Glas Plätzchen ist auch ein beliebtes Wichtelgeschenk. Ein passender Anhänger mit Namen macht es persönlich. Im Wichtel-Paket sind Geschenkanhänger zum Ausdrucken dabei, die Regeln für die Wichtelrunde stehen in Wichteln: Regeln und fair auslosen.

Ideen für Sorten, die mit weniger Zucker auskommen, findest du in Plätzchen mit wenig Zucker, und wie der Backtag mit Kindern gelingt, in Plätzchen backen mit Kindern.

Häufige Fragen

Wie bewahre ich Plätzchen am besten auf?

Vollständig ausgekühlt, jede Sorte in ihrer eigenen gut schließenden Dose, an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort. Gefüllte Sorten mit Creme oder Ei gehören in den Kühlschrank.

Warum werden meine Plätzchen in der Dose weich?

Meist waren sie beim Einfüllen noch warm, oder sie liegen mit weichen Sorten wie Lebkuchen zusammen. Kurz bei etwa 150 °C aufbacken macht sie wieder knusprig.

Kann man Plätzchen einfrieren?

Ja, trockene Plätzchen ohne Guss und Füllung frieren gut ein. Luftdicht verpacken, beschriften und zum Auftauen die geschlossene Dose bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Gehören Plätzchen in den Kühlschrank?

Nur Sorten mit Creme, Sahne, Frischkäse oder Ei in der Füllung. Trockene Plätzchen nehmen im Kühlschrank Feuchtigkeit und Gerüche auf, Schokolade wird dort grau.

Woran erkenne ich, dass Plätzchen nicht mehr gut sind?

An Schimmel, einem ranzigen Geruch oder einer schmierigen Oberfläche. Dann kommt die ganze Dose weg, nicht nur das eine Plätzchen.

Quellen

  1. Damit die Weihnachtsplätzchen nicht auf den Magen schlagen (Bundesinstitut für Risikobewertung, 17.12.2007)
  2. Acrylamid: Problematischer Stoff in Lebensmitteln (Verbraucherzentrale, Stand 03.03.2026)
  3. Kalt gemacht: Wie du Lebensmittel richtig einfrierst (Verbraucherzentrale NRW, Stand 22.12.2025)
  4. 9 Lebensmittel, die man einfrieren kann (Verbraucherzentrale NRW, Stand 03.12.2025)

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