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Adventskalender für Oma und Opa: 30 Ideen und Sprüche

Weihnachten mit Kindern · 7 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 01.11.2026 · Fakten geprüft am 01.11.2026 (4 Quellen)

Ein Adventskalender für Oma und Opa lebt von Nähe: Bilder der Enkel, kleine Botschaften, gemeinsame Erinnerungen und Gutscheine für Besuche oder Hilfe im Alltag. Gekauftes braucht es kaum, ein paar Kleinigkeiten wie Tee oder selbst gebackene Plätzchen reichen. Unten findest du 30 Ideen zum Befüllen, kurze Sprüche zum Abschreiben und Tipps, wie der Kalender auch dann funktioniert, wenn ihr weit auseinander wohnt.

Was Großeltern an einem Adventskalender freut

Viele Großeltern haben alles, was sie brauchen. Was im Alltag fehlt, ist oft Kontakt: ein Anruf mehr, ein Besuch, ein Lebenszeichen der Enkel. Ein Adventskalender bringt genau das in den Dezember, jeden Tag ein kleines Stück. Wichtiger als der Inhalt ist das Gefühl, dass jemand 24 Mal an sie gedacht hat.

Drei Fragen helfen beim Planen:

  • Wie oft seht ihr euch im Dezember? Bei seltenen Treffen passen eher Briefe und Fotos, bei häufigen Besuchen auch Gutscheine für Gemeinsames.
  • Was können Oma und Opa gut, was fällt ihnen schwer? Hilfe beim Einkaufen oder beim Schneeschippen kann mehr wert sein als jedes Päckchen.
  • Wer macht mit? Kinder, Enkel, Geschwister: Wenn jeder ein paar Türchen übernimmt, wird der Kalender bunter, und die Arbeit verteilt sich.

30 Ideen zum Befüllen

Von den Enkeln

  1. Ein gemaltes Bild, auf der Rückseite der Name und das Datum
  2. Ein Foto vom letzten Besuch, mit einem Satz dazu
  3. Ein Handabdruck auf Papier, jedes Jahr einer zum Vergleichen
  4. Ein Gedicht, das das Enkelkind auswendig gelernt hat, aufgeschrieben oder als Gutschein: „Ich sage es dir beim nächsten Besuch auf.“
  5. Ein Zeugnis-Foto, ein Bastelwerk aus dem Kindergarten oder eine Urkunde vom Sportverein
  6. Ein Brief mit „Das habe ich diese Woche erlebt“
  7. Ein Rätsel, das Opa lösen soll, die Lösung steht im nächsten Türchen

Gutscheine für Zeit und Hilfe

  1. „Gutschein für einen Nachmittag Plätzchen backen bei dir.“
  2. „Ich komme vorbei und wir schauen alte Fotos an.“
  3. „Ein Einkauf, ich trage die Taschen.“
  4. „Gutschein für eine Stunde Hilfe am Telefon oder Rechner.“
  5. „Ich schippe einmal den Schnee vor deiner Tür.“
  6. „Wir gehen zusammen auf den Weihnachtsmarkt, ich hole dich ab.“
  7. „Ein Sonntagsessen bei uns, wir holen dich und bringen dich zurück.“
  8. „Ein Spieleabend mit den Enkeln, du suchst das Spiel aus.“

Erinnerungen und Fragen

  1. „Wie war Weihnachten, als du ein Kind warst?“
  2. „Welches Lied habt ihr früher an Heiligabend gesungen?“
  3. „Erzähl mir von deinem ersten Arbeitstag.“
  4. „Welches Rezept soll ich unbedingt von dir lernen?“
  5. Ein altes Familienfoto mit der Bitte: „Wer ist das alles?“
  6. Eine Seite mit Platz für Antworten, die beim nächsten Besuch zusammen gelesen wird

Kleine Dinge

  1. Ein Beutel Lieblingstee
  2. Selbst gebackene Plätzchen in einer Dose
  3. Ein selbst gemachtes Gewürzsalz oder Zimtzucker im Glas
  4. Blumenzwiebeln oder Samen für den Frühling
  5. Ein Kalender fürs neue Jahr mit allen Geburtstagen der Familie schon eingetragen
  6. Ein Rätselheft oder eine Seite mit selbst gemachten Kreuzworträtseln
  7. Vogelfutter für den Balkon oder Garten

Für den 24. Dezember

  1. Ein Brief der ganzen Familie, jeder schreibt ein paar Zeilen
  2. Ein Gutschein für einen gemeinsamen Ausflug im neuen Jahr, mit Datum

Sprüche für den Adventskalender

Für Tage, an denen dir nichts einfällt, kannst du einen dieser kurzen Sätze auf einen Zettel schreiben:

  • „Für die beste Oma der Welt: Heute denke ich besonders an dich.“
  • „Lieber Opa, ohne dich wäre der Dezember nur halb so gemütlich.“
  • „24 Türchen, 24 Mal danke für alles, was ihr für uns tut.“
  • „Kleine Hände, großer Gruß: von deinem Enkelkind.“
  • „Bis Weihnachten ist es nicht mehr weit, und bis zu unserem nächsten Besuch auch nicht.“
  • „Heute gibt es nichts zum Auspacken, nur eine große Umarmung beim nächsten Treffen.“

Wenn du Oma und Opa zu Weihnachten zusätzlich etwas Persönliches schenken möchtest, findest du Ideen in Personalisierte Weihnachtsgeschenke für die ganze Familie.

Den Kalender selber machen

FormAufwandPasst gut, wenn
24 nummerierte Umschläge in einer Schachtelgeringvor allem Briefe, Fotos und Gutscheine drin sind
Papiertüten an einer Schnurmittelauch kleine Dinge wie Tee oder Plätzchen dabei sind
Fotobuch mit 24 Seitenmitteljeden Tag eine Seite aufgeschlagen wird
Glas mit gerollten Zettelngeringder Kalender per Post verschickt wird
Kalender am Bildschirmgeringihr weit auseinander wohnt und Oma oder Opa ein Handy oder Tablet nutzen

Schreib groß und deutlich, besonders wenn die Augen nicht mehr so gut mitmachen. Nummern auf den Umschlägen sollten auch ohne Brille lesbar sein.

Wenn ihr weit auseinander wohnt

Eine Schachtel mit Umschlägen lässt sich gut verschicken. Gib sie Mitte November auf, dann bleibt bis zum 1. Dezember genug Puffer. Gutscheine formulierst du so, dass sie auch auf Entfernung funktionieren: „Heute um 18 Uhr rufen wir an, und die Kinder singen dir ein Lied vor.“

Nutzen Oma und Opa ein Smartphone oder Tablet, kann der Kalender auch digital kommen. Wichtig ist dann, dass sie nichts installieren und kein Passwort anlegen müssen. Ein Link, der sich im Browser öffnet, ist für viele Großeltern die einfachste Lösung. Wer sich mit Handy und Internet noch unsicher fühlt, findet über das Familienportal des Bundes Hilfe, zum Beispiel das Projekt Digitaler Engel, das ältere Menschen alltagsnah und persönlich bei digitalen Angeboten berät.

Wenn du das Basteln sparen willst: Beim Online-Adventskalender für Oma und Opa gibt es ein eigenes Vorlagen-Set für Großeltern, das du mit eigenen Texten und Gutscheinen füllen kannst. Oma und Opa öffnen den Kalender über einen Link im Browser, ohne App und ohne Konto, und verpasste Türchen lassen sich nachholen. Auf deiner Verwaltungsseite siehst du, welche Türchen schon geöffnet wurden.

Fotos der Enkel mit Bedacht auswählen

Großeltern teilen Bilder ihrer Enkel gern weiter. klicksafe beschreibt, dass Eltern und Großeltern dabei häufig die möglichen Folgen aus dem Blick verlieren. Die Fachstelle rät, keine unangenehmen oder peinlichen Situationen zu zeigen und auf erkennbare Orte wie Schule, Kindergarten oder Sportverein im Hintergrund zu verzichten. Bilder in der Badewanne oder in Badebekleidung gehören nach klicksafe nie ins Netz. Für einen Kalender, der nur bei Oma und Opa liegt, sind normale Familienfotos unproblematisch. Bei einem digitalen Kalender solltest du die Bilder trotzdem so auswählen, als könnten sie weitergeleitet werden, und darüber kurz mit den Großeltern sprechen.

Kerzen und Adventskranz

Ein Teelicht im Kalender ist eine schöne Idee, aber nicht für jeden Haushalt geeignet. Die Feuerwehr Heidelberg empfiehlt selbstverlöschende Kerzen, deren Docht nicht bis ans untere Ende reicht, und rät, brennende Kerzen und Teelichter nie unbeobachtet zu lassen. Den Adventskranz stellst du am besten auf eine nicht brennbare Unterlage, etwa einen Glas- oder Porzellanteller. Wer bei Oma und Opa ganz sicher sein will, legt statt einer Kerze lieber einen Gutschein bei: „Ich zünde mit dir am Sonntag die Kerzen am Adventskranz an.“

Wann ist eigentlich Advent?

Der Advent umfasst die vier Sonntage vor Weihnachten, das Wort kommt vom lateinischen adventus und bedeutet Ankunft. 2026 fällt der erste Advent auf den 29. November, die weiteren Sonntage sind der 6., 13. und 20. Dezember. Der Kalender selbst beginnt wie gewohnt am 1. Dezember. Wer Oma und Opa schon zum ersten Advent eine Freude machen will, kann die Schachtel bei einem Besuch am 29. November übergeben.

Häufige Fragen

Was kann man in einen Adventskalender für Oma und Opa füllen?

Fotos und Bilder der Enkel, kurze Briefe, Fragen zu früher, Gutscheine für Besuche oder Hilfe und ein paar kleine Dinge wie Tee, Plätzchen oder Samen. Gekauftes braucht es kaum.

Wie mache ich einen Adventskalender für Großeltern selber?

Am einfachsten mit 24 nummerierten Umschlägen in einer Schachtel. Verteil die Türchen auf die ganze Familie, dann übernimmt jeder ein paar Tage, und der Kalender wird abwechslungsreich.

Was tun, wenn Oma und Opa weit weg wohnen?

Schick die Schachtel Mitte November los oder nutze einen digitalen Kalender, der sich ohne App über einen Link im Browser öffnet. Gutscheine formulierst du so, dass sie am Telefon funktionieren.

Welche Sprüche passen in einen Adventskalender für Großeltern?

Kurze, herzliche Sätze, die Dank oder Vorfreude ausdrücken, zum Beispiel „24 Türchen, 24 Mal danke“. Weitere Beispiele stehen oben im Abschnitt zu den Sprüchen.

Quellen

  1. Welche digitalen Angebote gibt es für Ältere?, Familienportal des Bundes
  2. Kinder sind kein Content: Kinderbilder und -videos auf Social Media und im Internet, klicksafe (Medienanstalt Rheinland-Pfalz)
  3. Brandgefahren in der Adventszeit vermeiden, Feuerwehr Heidelberg
  4. Advent: Warten zwischen Fasten und Feiern, evangelisch.de

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